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Donnerstag, 16. Februar 2017

Rezension: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod von Gerhard Jäger


Titel: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
Autor: Gerhard Jäger
Verlag: Blessing
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 26.September 2016
Einband: Gebunden
Preis: 22.99€
(Quelle: Amazon.com)

Als der junge Wiener Historiker Max Schreiber im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf kommt, um einem Geheimnis aus dem 19. Jahrhundert auf den Grund zu gehen, stößt er auf eine eingeschworene
Dorfgemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, deren Sprache verschüttet ist. Mehr und mehr gerät er in einen Sog aus Misstrauen und Aberglauben, und als der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation für ihn dramatisch zu.
(Quelle: randomhouse.de)


Dieses Buch, dieses Buch. Was soll ich sagen? Dieses Buch war einfach der Hammer! Es ist mein bisheriges Jahreshighlight, womit ich gar nicht gerechnet habe, da ich dieses Buch vom Bloggerportal zugeschickt bekommen habe und ich den Blessing-Verlag vorher gar nicht kannte. Und nun das. Einfach nur der große Hammer!
In dem Buch folgen wir zwei Männern. Herr Miller, ein amerikanischer Witwer, will wissen, wie damals Max Schreiber in einem kleinen Dorf in den Bergen umgekommen ist. Er reist nach Innsbruck, wo er sich in einem Archiv auf die Suche nach der Wahrheit hat, indem er in Schreiber's Skript von dem Buch, das er damals schrieb blättert. In diesem erzählt er seine eigene Geschichte.
Und das ist auch der zweite Handlungsstrang, der den Großteil des Buchs einnimmt. Max Schreiber will unbedingt ein Buch schreiben. Um ein wenig Inspiration zu bekommen, fährt er in ein kleines Dorf in den Bergen und lernt dort die ganze Ortschaft kennen. Er will ein Teil von ihnen sein, und so packt er an, selbst bei einem der sträksten Schneestürme, die das Dorf je erlebt hat. Als dann noch die Lawinen mehrere Tode fordern, und das ganze Dorf in die Kirche evakuiert werden muss, wird die Sache langsam brenzlig. Vor allem, da er 'die Stumme' liebt. Leider ist Kühbauer auch in sie verliebt und als dieser erfährt, dass jener sie auch liebt, ist er ihm nicht ganz so wohl gesinnt wie vorher.
Wo soll ich bloß anfangen? 
Das Buch habe ich beim Bloggerportal angefragt, da es sich ein wenig wie »Der Besuch der alten Dame« von Friedrich Dürrenmatt angehört hat. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte war so mega interessant. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Nicht nur der doppelte Handlungsstrang war klasse, das Feeling, Schnee, Berge, Misstrauen, wurde so gut über liefert, man dachte man wäre mittendrin. Einfach große Klasse. 
Am Ende sind beide Geschichten zusammen gelaufen und es gab eine Enthüllung, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte. Es war so gut gemacht!
Die Charaktere waren sehr unterschiedlich und man ist bei den wichtigeren Charakteren in diese hin eingedrungen, was Vergangenheit und Emotionen betrifft, was mir mega gut gefallen hat. 

Alles in allem ein großartiges Werk. So gut durchdacht, so einfallsreich, so kreativ, so...ach, macht euch ein eigenes Bild! Eine sehr große Kaufempfehlung!
5/5 Sternen (am liebsten doppelt so viele)

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