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Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: Eigentlich alles gut. von Oskar Wünsch


 Titel: Eigentlich alles gut.
Autor: Oskar Wünsch
Verlag: SelfPublishing
Seiten: 256
Erscheinungstermin: 17.Januar 2017
Einband: Taschenbuch
Preis: 12.99€
(Quelle: Amazon.com)

Andreas Schneider hat einen gut bezahlten Job, der ihm eigentlich Spaß macht, eine wundervolle Ehefrau, die er
eigentlich liebt und eine Familie mit drei Kindern, die er sich immer wünschte. Eigentlich ist im Leben von Andreas Schneider alles gut, aber nur eigentlich. Seit einiger Zeit spürt er, dass in seinem Leben etwas fehlt. Was nur? Dies verwirrt ihn zeitweise und er versucht diese Gedanken zu verdrängen. Nach einem Herzinfarkt trifft er während seines anschließenden Kuraufenthaltes auf der Nordseeinsel Borkum einen Mann, der seine Sicht auf sein Leben grundlegend verändert und ihm erklärt, wonach er sucht. Mit ihm gerät er in einen Disput, der ihn zunächst aufwühlt und verunsichert, der aber schon bald zum Kompass für sein neues Leben wird.
Diese Rezension fällt mir ziemlich schwer. Als ich »Eigentlich alles gut.« auf Lovelybooks von Oskar Wünsch zur Verfügung gestellt bekommen habe, war ich mega glücklich. Nicht nur ist das Cover mega schön, sonder die Geschichte hat sich auch sehr interessant und tiefgehend angehört. Zum einen habe ich eine tolle Story mit wirklich tiefgründigen Emotionen erwartet. Die Geschichte sollte in die Persönlichkeit des Charakter eindringen und sein ganzes Weltbild in Frage stellen. Was ich dann am Ende gelesen habe war nicht mehr als ein Sachbuch mit oberflächlichen Charakteren, ein viel zu schnell einsichtiger Protagonist, der sich zu schnell auf das Gequatsche eines Scheinpsychologen eingelassen hat. Nichts desto trotz werde ich in der folgenden Rezension eher die Sachbuch Elemente rezensieren und mich nur oberflächlich mit der kaum vorhandenen Story beschäftigen.
In dem Buch »Eigentlich alles Gut« geht v es vor allem um das Thema Leben. Was ist der Sinn des Lebens, was habe ich in der Vergangenheit falsch gemacht und wie entkommen ich aus meiner eigenen sogenannten „Matrix”? Diese Matrix, von der öfter die Sprache während des Buchverlaufs die Rede ist, besteht aus der Arbeit, der Familie, dem ganzen Leben insgesamt und der Stress, der damit verbunden ist, wenn ich mich recht entsinne.
Die Tipps, mehr Zeit mit der Familie verbringen, weniger arbeiten, anderen Leuten mit Freundlichkeit entegegen gehen sind nicht neu, doch es ist schön einen Roman darüber zu lesen, da ja doch einige  diese doch so einfachen Regeln des Lebens oftmals im Alltag sehr schnell vergessen. Dennoch sind es sehr einfache Regeln, deswegen bin ich mir unsicher, ob man darüber direkt einen Roman schreiben sollte. Ist ja die Entscheidung des Autors, worüber er sein Werk verfassen möchte. Die Tipps sind manchmal sogar ziemlich hilfreich, was ich gar nicht bestreiten möchte, doch das Buch zieht sich einfach sehr lang durch diesen Romanstil, der unnötig bei solch einem sachbuchartigen Buch ist.
Kommen wir nun zu der eigentlichen Geschichte. Ein Mann kriegt einen Herzinfarkt, weil er zu viel gearbeitet, zu viel Stress auf der Arbeit und ein nicht erfülltes Leben hat. Er geht auf die Nordländische Insel Borkum, um dort in einer Kurklinik seinen gesundheitlichen Zwischenfall aus zu kurieren. Er trifft einen Masseur, der mit ihm sein bisheriges Leben auf arbeitet. Ein sehr vielversprechendes Thema, doch die Umsetzung war gar nicht gut. Die Gespräche zwischen den beiden waren viel zu oberflächlich, die Fehler, die genannt wurde, waren nur der Gipfel vom Berg. Eine tiefgehende, emotionale (wie ich schon gesagt habe) Auseinandersetzung des Charakters hätte mir viel, viel besser gefallen. Dass der Protagonist Andreas immer nur zugestimmt und viel zu leicht seine eigenen Fehler zugegeben hat, war eine absolute Katastrophe, die mir auch am wenigsten gefallen hat. Es hätte eine innere Zerissenheit entstehen können, die ganze Infragestellung des Lebens, doch was man kriegt ist nur eine monote Übereinstimmung mit unnützen Ideen. 

Insgesamt kann ich dieses Buch nicht sehr wärmstens empfehlen. Es war einfach nichts für mich, weswegen ich nun auch weiß,welches Genre nichts für mich ist, von welchem Genre ich mich in Zukunft fernhalten werde.
2.5/5 Sternen

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