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Freitag, 14. April 2017

Rezension: »American Blood« von Ben Sanders


 Titel: American Blood
Autor: Ben Sanders
Verlag: Heyne
Seiten: 432
Erscheinungstermin: 12.September 2016
Einband: Taschenbuch
Preis: 9.99€
(Quelle: amazon.de)

Marshall Grade hat zwei Leben. Früher war er undercover für das New York City Police Department im Einsatz. Nachdem er enttarnt wurde, hat das organisierte Verbrechen

ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Jetzt sitzt er im Zeugenschutzprogramm in New Mexico fest und soll sich unauffällig verhalten. Doch dann verschwindet eine junge Frau, die jemandem aus seinem ersten Leben zum Verwechseln ähnlich sieht. Grade schlägt alle Warnungen in den Wind und begibt sich auf ihre Spuren. Wird es ihm diesmal gelingen, die Frau zu retten?
(Quelle: randomhouse.de)


 Dieses Buch wurde mir vom Heyne-Verlag netterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Diese Rezension ist zwar sehr spät, aber hey: Besser spät als nie.
Marshall Grade wurde nach einer Undercover-Periode im Drogengeschäft unter Zeugenschutz genommen, da ein Kopfgeld von seinem ehemaligen Drogenboss auf ihn ausgesetzt wurde. Er hätte weitermachen können, hätte er nicht auf seine Liebste geschossen...
Nun, nachdem das neue Leben zu langweilig ist, stürtzt sich der ehemalige Detective vom einen ins nächste Schlamassel, nur um ein Mädchen zu finden, die einer Person aus seinem früheren Leben zum Verwechseln ähnlich aussieht. Er lässt sich dabei nicht nur mit Detective Lauren Shore ein, die nichts anderes will, als hinter Grades undurchdringliche und undurchschaubare Persönlichkeit zu kommen, sondern auch mit dem ganz großen Drogenboss Leon, der Grade sterben sehen will. Dass er dabei auf seinen ehemaligen Chef »Dallas Man« trifft, hätte er nicht ahnen können.

Als ich das Buch vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen habe, war ich mega gespannt, ob dieses Buch mir gefallen würde. Ich hatte vorher nichts Vergleichbares in diese Richtung gelesen und war demnach schon super aufgeregt. Doch als es dann da war, hatte ich gar keine Lust das Buch anzufangen. Ich wollte zu der Zeit eher Fantasy lesen und hatte Angst, wenn ich mich zwingen würde, dass das dann zu einer Leseflaute führen und demnach meine Bewertung des Buches negativ ausfallen würde. Nun habe ich mich ein wenig spät dafür entschieden, das Buch endlich zur Hand zu nehmen und bin ausgesprochen glücklich darüber.
Die Geschichte hat mir vom Verlauf her sehr gefallen. Es war durchweg spannend, auch wenn man anfangs nicht richtig durchblicken konnte, in welche Zeit dies und das spielte, weil die Kapitel auch in ihrer Abfolge etwas verschoben waren zum eigentlichen Zeitverlauf. Doch das hat der Geschichte kein bisschen geschadet.
Die Charaktere waren zwar sehr emotionslos (was man ja auch in so einem Mileu sein muss), doch ihre Handlungen hatten so viel mehr in sich. Durch ihre Intentionen, warum sie das ganze Kriminelle machen, (meistens wegen der Familie) sieht man so mega gut, dass alle Figuren einen weichen Kern haben. Dieser Gegensatz ist mir sofort ins Auge gesprungen. Fast alle Charakter, sowohl gut als auch böse, waren einfach nur bad-ass und cool drauf, einfach großartig. 
Der Schreibstil war an manchen Stellen sehr knapp und abgehackt, doch die mega coolen Konversationen haben das Buch nochmal so richtig hochgehoben. Die Gespräche waren meist so knackig und gut überlegt, dass ich oft schmunzeln musste. Auf solche Ideen und Vergleiche muss man erst mal kkommen.
Location des Buches war New Mexico in der jetzigen Zeit und New York in den Rückblenden(aus Marshalls Sicht). Die Sichtweisen wechselten sich von Kapitel zu Kapitel ab und man bekam mal einen Einblick in die polizeiliche Sichtweise, mal in die kriminelle und mal in die neutrale. Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, ist dass sehr viel erst am Ende aufgelöst wurde und vieles im Geschichtsverlauf ein Mysterium bleibt.

Alles in allem ein guter erster Teil. Ich hoffe, Heyne wird die weiteren Teile (falls es welche geben sollte) ebenfalls publizieren.

4/5 Sternen

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