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Sonntag, 9. April 2017

Rezension: Mädchen aus Papier von Sina Flammang


 Titel: Mädchen aus Papier
Autor: Sina Flammang
Verlag: cbt
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 20.März 2017
Einband: Gebunden
Preis: 16.99€
(Quelle: amazon.com)

Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe

realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.
(Quelle: randomhouse.de)


 »Mädchen aus Papier« ist ein mittelmäßiges Buch mit einigen Höhen - So würde ich dieses Buch wohl beschreiben. 
Wir folgen in dem Buch unserer Protagonistin Mari, die in ihrer Kindheit ihre Schwester Annika verloren hat. Diese wurde in einem Kaufhaus entführt. Maris ganzes Leben lang hat sie sich gefühlt, wie eine Kopie von Annika. Alle mögen diese Kopie, doch sie ist halt nicht die richtige. Auf einmal taucht Annika wieder auf und Maris ganzes Leben steht plötzlich auf den Kopf. Zusammen mit ihren Freunden aus der Selbsthilfegruppe Clementine und Ole wird sie diese schwere Zeit schon irgendwie schafen - oder?
Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen. Sie waren sehr emotional, tiefgründig und auch verschlossen, was dem Geschichtsverlauf nur gut beigetragen hat. Es gab Streit, Liebe und Spaß, was für mich ein gutes Probleme-Buch ausmachen.
Der Handlungsverlauf hat sich an manchen Stellen gezogen. Im Buch hat man etwa ab der Mitte so langsam erwartet, dass das Buch zu Ende geht. Das hat aber nur kurz angehalten, denn zum Ende hin (so die letzten 75 Seiten) haben's noch mal in sich. Dort ging es dann richtig zur Sache, doch das müsst ihr selbst rausfinden.
Die Umgebung war auch klasse. Auch wenn es im Großteil des Buchs sehr begrenzt auf das Haus und die Selbsthilfegruppe ist, verläuft die Geschichte am Ende sogar international. Die Beschreibung des Spielplatzes, auf dem sich Niklas und Mari anfangs noch treffen war großartig und auch der Wald, als Mari Annika folgt ist so toll beschrieben.
Der Schreibstil ist okay, nichts besonderes, aber gut lesbar. Am Anfang hat dieser mich noch total mit seiner poetischen Seite überzeugt, am Ende ist er aber ein wenig abgeflacht.

Alles in allem ein solides bis gutes Buch, was eine tolle Leseerfahrung mit sich bringt. Das Roadtrip-Element am Ende war auch super toll.
4/5 Sternen

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