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Donnerstag, 24. August 2017

Rezension: »Zeitkurier« von Wesley Chu


Titel: Zeitkurier
Autor: Wesley Chu
Verlag: Heyne
Genre: Dystopie/Zeitreise
Seiten: 496
Einband: Broschiert/Paperback
Erscheinungstermin: 14.August 2017
Preis: 14.99€
(Quelle: amazon.de)

Die Erde hat sich in der Zukunft in ein verseuchtes Ödland verwandelt, und die Menschheit musste ins äußere Sonnensystem ausweichen. Dort, in den Weiten des Alls, sind
Ressourcen allerdings ein seltener Luxus, und so bedient sich die menschliche Zivilisation der Zeitreise als letztes Mittel. Sogenannte Zeitkuriere reisen in die Vergangenheit, um dort nach Ressourcen und Antworten zu suchen. Bei seinem letzten Auftrag macht der Zeitkurier James Griffin-Mars jedoch den größten Fehler: Er greift in die Zeitlinie ein – und rettet eine Frau. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Flucht in die Gegenwart …
(Quelle: randomhouse.de)


Wesley Chu, 1976 in Taiwan geboren, wuchs in den USA auf und studierte Management und Informatik an der Universität von Illinois. Nach einigen Jahren als Berater, Banker und Stuntman wurde sein Erstlingsroman "Das Leben des Tao" ein großer Erfolg. Mit "Der Zeitkurier" hat Wesley Chu internationale Anerkennung gewonnen. Er lebt mit seiner Familie in Chicago.
(Quelle: randomhouse.de)


James lebt im 26. Jahrhundert. Die Welt ist nach dem dritten Kriegen und mehreren kleinen Kriegen völlig zerstört. Er arbeitet für die ChronoCom, die Regierung des Übriggebliebenen. Dort ist er ein Chronaut, d.h. er springt in die Vergangenheit, um wichtige Artefakte und Energiequellen zu stehlen. Natürlich ist dies risikoreich, doch vor allem für die Psyche eine Chronauten sind die Aufträge kaum auszuhalten, denn er muss meist zu Orten gehen, wo die dort lebenden Menschen kurz darauf sterben werden. Er kriegt seinen letzten Auftrag, danach hätte er in den Ruhestand gehen können, doch dann traf er Elise im 21. Jahrhundert...

O. Mein. Gott. Ich bin einfach nur begeistert. Ich hätte nicht erwartet, dass mir das Buch gefallen würde, da es mein erster richtiger Science-Fiction-Roman war und ich ein wenig Angst davor hatte, der Inhalt könnte mich verwirren. Doch so kam es nicht. Das Buch ist voller Spannung, großartiger Momente, tolle Szenen und wundervoller Charaktere. Ein Muss für jeden Buchliebhaber. Ich kann die Übersetzung des zweiten Teils kaum erwarten. Und können wir mal kurz dieses wunderbare schlichte, doch gleichzeitig aufwendige Cover würdigen. Die Cover-Designer von Heyne haben es einfach drauf!
Die Handlung war durchweg spannend, anfangs musste man jedoch erst in die Geschichte reinkommen, da sehr viele Begriffe benutzt wurden, die man so nicht kennt (da sie ja erfunden wurden). Dennoch kommt man schnell in diese actiongeladene wunderschöne Geschichte rein. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen!
Nun kommen wir zu den Charakteren: Einfach nur klasse! Der Protagonist ist so vielschichtig, introvertiert, liebevoll (gegenüber seiner Vergangenheit und seinen Freunden). Die Nebencharaktere sind so gut ausgearbeitet und charakterisiert, mit wenigen Büchern vergleichbar. 
Die Locations sind abwechslungsreich. Durch die Zeitreisen lernt man Orte kennen und sieht, wie sie sich über die Zeit verändert haben. Ein wares dystopisches Meisterwerk!

Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Lest dieses Buch oder ihr verpasst etwas Großartiges!

Ich gebe dem Buch wohllverdiente 5 Sternen


1. »Junktown« von Matthias Oden (Heyne-Verlag) 
[Hier geht's zur Rezension]

2. »American Blood« von Ben Sanders (Heyne-Verlag)
[Hier geht's zur Rezension]

1 Kommentar:

  1. Huhu :)

    Das hört sich wirklich richtig gut an <3 Bei mir ist das Buch direkt auf der Wunschliste gelandet - vielen Dank für den tollen Tipp!

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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